Vom Werkhof damals bis zum Baubetriebshof heute.

Bis zum Jahre 1952, als Meppen noch 11.800 Einwohner zählte, diente der sogenannte „Pulverschuppen“ an der Markstiege dem städtischen Werkhof als Standort. Dieser massive Schuppen stammte noch aus der Festungszeit der Stadt Meppen und hatte die Aufgabe, das Pulver für die Selbstverteidigung der Stadt aufzunehmen. Aufgrund der Baufälligkeit musste der Schuppen jedoch abgebrochen werden. Mit dem Abbruch des „Pulverschuppens“ im Jahre 1953 erfolgte der Umzug des Werkhofes auf ein erworbenes Grundstück an der Deichstraße.

Auf diesem Gelände errichtete die Stadt zuvor eine gebrauchte Arbeitsdienst-Baracke für Lager- und Unterkunftszwecke. Zwei Jahre später erfolgte der Bau einer weiteren Baracke für die Holzbearbeitung (Tischlerei und Sägewerk). Daneben wurde ein massives Wohnhaus für den Platzwärter errichtet. Ein großer, offener Schuppen, der für die Lagerung von Materialien aller Art diente, wurde im Jahre 1955 aus eigenen Kräften erbaut. Zu dieser Zeit waren 1 Vorarbeiter und 7 Arbeiter beim Werkhof beschäftigt. Mit Fahrrädern und Handwagen erfolgte der Transport von Materialien, Geräten und Personal zu den Einsatzstellen im Stadtgebiet.

Die Entwicklung der Stadt erforderte 1959 die Anschaffung eines ersten Lastkraftwagens. Ein zweiter folgte im Jahre 1962. In den Jahren 1963 bis zum Jahre 1975 wurde der Standort Deichstraße den steigenden Anforderungen entsprechend mit Werkstatträumen für Maschinenunterhaltung und Elektro- und Klempnerarbeiten ausgebaut. Daneben erfolgte die kontinuierliche Aufstockung des Fuhrparks. Bis zum Jahr 1996 erfüllte der Werkhof seine Aufgaben vom Standort Deichstraße aus.

Mit dem Erwerb und dem Umbau des geräumigen Gebäudes auf einem ca. 2 ha großen Gelände im Jahre 1996 hat der Baubetriebshof am derzeitigen Standort Backemuder Straße seinen optimalen Standort gefunden. Hier stehen den mittlerweile über 60 Mitarbeitern nunmehr neben modernen Büroräumen für die Verwaltung eine große Fuhrparkhalle für Fahrzeuge, Maschinen und Geräte sowie ausreichende Räumlichkeiten für Werkstatt und Elektrowerkstatt, Magazin, Tischlerei und Zimmerei, Malerwerkstatt und Lackiererei und Gärtnerei zur Bewältigung der umfangreichen Aufgaben des Baubetriebshofes für die Stadt mit mittlerweile rd. 35.000 Einwohnern zur Verfügung. Moderne Aufenthalts- und Sanitärräume runden die erforderliche Infrastruktur eines innovativen Baubetriebshofes ab.